Wirkungsweise
Beim Aufprall des Helmes erfüllt der Schaumstoff (oder Hartschaumstoff) des Helmes die Funktion einer Knautschzone und nimmt durch Kompression oder Bruch Energie auf. Auf diese Weise wird die auf das Gehirn ausgeübte lineare Beschleunigung vermindert und die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs des Schädelknochens herabgesetzt.
Bei Hartschalenhelmen verteilt die Schale dabei die Kraft des Aufpralls auf eine größere Fläche, was die Wahrscheinlichkeit einer Fraktur des Schädelknochens ebenfalls verringert. Weichschalenhelme sind heute kaum noch im Angebot, da sie das Abgleiten des Helmes auf der Straße nicht unterstützen, und daher wahrscheinlich das Risiko einer Hirnschädigung durch rotationale Beschleunigung erhöhen. Ein Hartschalenhelm erleichtert das Abgleiten des Helmes beim Aufschlag und wirkt so diesem Risiko entgegen.
Da die Fähigkeit zur Energieaufnahme begrenzt ist, kann ein Fahrradhelm auch nur einen begrenzten Schutz bieten. Während das britische Verkehrsministerium nach Auswertung von 16 Studien zum Schluss kam, dass alle Studien eine Schutzwirkung nachweisen, die Aussagen über das Ausmaß der Schutzwirkung jedoch variieren, führt die internationale Organisation Bicycle Helmet Research Foundation auch Studien an, die bestimmten Helmtypen oder Helmen im Allgemeinen die Wirksamkeit aberkennen.
Bedingt durch die Energieaufnahme trägt ein Fahrradhelm beim harten Aufprall bleibende Verformungen davon und sollte nicht weiterverwendet werden, weil er seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllen kann.